Auf dem Erlebnispfad Binger Wald gibt es für jedes Alter etwas zu erleben. Bäume stehen für dich Kopf, du bewegst dich auf den Straßen der Römer, kommst an der Villa Rustica vorbei, kannst eine große Hängebrücke überqueren, eine meterlange Holzmurmelbahn ausprobieren, erfährst den Wald mit all deinen Sinnen und lernst anschaulich einiges über Bäume und Waldbewohner.
Bereits auf dem Hinweg zum Erlebnispfad Binger Wald mussten wir einen Stopp einlegen, um die herrliche Aussicht auf den Rhein zu genießen. Schon dort stand fest, dass wir Bingen bald wieder besuchen.
Aussicht auf den Rhein bei Bingen
Wir sind mit unseren Kindern 6 Jahre, 4 Jahre und 2 Jahre unterwegs. Das Thermometer zeigt fast 30 Grad. Sobald wir in den Wald fahren ist von Hitze nichts mehr zu spüren.
Wir tauchen tief in den Binger Wald ein, bevor wir unseren Startpunkt erreichen. Wir parken am Forsthaus Heiligkreuz, einer der beiden Ausgangspunkte der beliebten Familien-Wanderstrecke. Die Gaststätte dort ist gut besucht und bietet ein schönes Ambiente. Uns kribbeln die Beine, denn es ist schon halb zwölf als wir loswandern.
Der Einstieg zum Erlebnispfad Binger Wald ist mit einer großen Tafel gekennzeichnet, die den 5,5 km langen Rundweg kurz umreißt und die einzelnen Stationen benennt. Im Internet wird der Weg immer wieder mit 4,5 km beschrieben. Wir glauben der Tafel und meinem Schrittzähler.
Hier stellt sich die Binger Waldmaus vor, welche uns über den gesamten Weg begleitet.
Eine kurze Wegstrecke geht es steil und eng bergauf und wir stoßen auf den Hauptweg. Dieser ist durchweg für alle Arten von Kinderwagen geeignet und sehr gut befestigt. Du musst also lediglich ein paar Meter überbrücken oder den zweiten Ausgangspunkt (Bodmannstein) wählen. Wir hatten für unsere Zweijährige eine Trage dabei und einen großen Picknickrucksack für uns alle.
Der Weg ist gut beschildert und die Kinder erkennen schnell, in welche Richtung uns die Waldmaus schickt.
Bereits nach kurzer Zeit wecken hübsch gestaltete Bildtafeln unser Interesse. Sie begleiten den gesamten Erlebnispfad im Binger Wald und geben kindgerechte Informationen zu Baumarten, Alter der Bäume, beschreiben Photosynthese und vieles mehr. Auch erfährst du auf den Tafeln einiges über Waldbewohner, deren Gewohnheiten und immer mal wieder gibt es Gedichte und Texte zum Wald.
Was haben die Bäume schon alles erlebt?
Das erste Highlight unserer Tour ist eine Murmelbahn. Sie ist aus Holz gebaut und erstreckt sich über mehrere Meter. Am Beginn findest du große Kugeln und Golfbälle in Säckchen sorgsam aufbewahrt. Du darfst sie nutzen und die Kugelbahn bespielen. Der Weg der Kugeln führt durch handgeschnitzte Hindernisse, einen Tunnel mit Glöckchen, Serpentinen und Irrwegen zum Ziel. Dort warten schon andere Kinder, denen wir gleich die Kugeln übergeben. Die Bahn macht mächtig Spaß!
Hier hat sich jemand richtig viel Mühe gemacht.
Über Balancierbalken und Steine geht es weiter.
Wir erahnen – es wird nicht langweilig. Der Binger Wald lässt viel Raum zum Entdecken und jetzt, Mitte Juli, blüht und summt es überall am Wegesrand. Die bunten Farben der verschiedenen Wildblumen übertreffen sich mit ihrer Schönheit. Die Bienen sammeln eifrig Pollen, Libellen schweben über einem Tümpel, Vögel zwitschern und dicke Hirschkäfer kreuzen unseren Weg. Auch Salamander und Eidechsen soll es geben. Leider konnten wir keine Amphibien sehen. Wahrscheinlich war unser Blick auch nicht offen genug aufgrund der vielen anderen Eindrücke.
Das schmeckt lecker!
Kaum ein Stück gelaufen kommt das nächste Highlight. Eine lange Hängebrücke führt über den Kreuzbach und das ausgebildete, schluchtartige Kerbtal. Wie alle Stationen auf dem Walderlebnispfad ist auch diese sehr gepflegt, sauber und ohne Reparaturbedarf. Wir sind begeistert von so viel Liebe zum Wald, den Besuchern und den Ideen mitsamt der Ausführung und Pflege.
Es erfordert schon ein wenig Mut diese wackelige Brücke zu überqueren.
Die Kinder können kaum die nächsten Abenteuer abwarten. Sie werden nicht enttäuscht, denn hinter der nächsten Kurve steht ein Baum Kopf. Thema der Station ist das Wurzelwerk. Hier kannst du eindrucksvoll sehen, wie ähnlich sich doch Baumkrone und der eigentlich verborgene Teil des Baumes sind. Die Wurzeln sind für das Überleben des Baumes genauso wichtig wie die Blätter. Sie sind mächtig und entscheidend für die Standfestigkeit, jedoch eigentlich unsichtbar. Eine Metapher zu uns Menschen, dem Sprichwort „zurück zu den Wurzeln“, wird auf einem Zettel am Baum beschrieben.
Hoch in den Himmel ragen die Wurzeln.
Allerlei Lehrreiches über Wurzeln wird auf dem Erlebnispfad Binger Wald bildlich erklärt.
Ein kleiner Umweg führt uns über einen Holzbohlenpfad. Die Bildtafeln hier sind mit literarischen Texten von berühmten Autoren wie Erich Kästner oder Theodor Fontane gefüllt. Alle stellen den Wald in seinen Facetten dar. Für die Kinder ein sehr schöner Exkurs.
Allerlei Wissenswertes verbirgt sich hinter den Klapptüren der bearbeiteten Baumstämme.
Langsam bekommen wir Hunger und wählen einen Platz an der Villa Rustica, ein mittelgroßer römischer Gutshof. Diese Villa Rustica genannten bäuerlichen Einzelhöfe erstreckten sich zahlreich in damaligen römischen Siedlungen. Dörfer waren selten und rund 70 Prozent der römischen Bevölkerung lebte auf solchen Höfen. Der Binger Wald war vor 2.000 Jahren Teil der römischen Provinz Obergermanien.
So wohnten die Römer.
Die Villa Rustica im Binger Wald wurde ca. 150 nach Christus erbaut und bis etwa 420 nach Christus bewohnt. Es gab ein Haupthaus und mehr als zehn Nebengebäude. Diese sind deutlich dargestellt, beschrieben und du darfst die römischen Spiele selbst ausprobieren, indem du zum Beispiel mit Nüssen / Steinen oder anderen Waldgeschenken auf ein Gefäß zielen kannst.
Für die Kinder anschaulich erklärte Geschichte auf dem Erlebnispfad Binger Wald.
Ein Haltepunkt ist imposanter als der Nächste und so kommen wir vorbei an einem Insektenhotel, überqueren eine kleine Brücke, machen eine Mini-Rast auf einer Wiese und die Kinder erklettern eine imposante Eiche. Immer wieder gibt es Bänke, Rastplätze und Picknick-Möglichkeiten.
Insektenhotel auf dem Walderlebnispfad.
Die Natur schafft die schönsten Orte.
Die breiten und gut ausgebauten Wege dienten schon den Römern als Straße und sie führen dich auch ohne Wanderkarte sicher auf der Route. Die Wegweiser sind sichtbar und regelmäßig angebracht und die Binger Waldmaus zeigt uns alles Wichtige.
Selbst die Kleinsten erkennen die Strecke.
Der Kinderhochsitz lässt Wildschweine, Eulen, einen Specht und vieles mehr entdecken. An einer weiteren Tafel kannst du Tierspuren in den Sand stempeln und den darüber liegend dargestellten Tieren zuordnen.
Findest du den Specht?
Hier stempeln die Kinder Tierspuren in den Sand.
Welches Tier springt hier?
Reges Treiben der Waldameisen kannst du am Wegesrand beobachten. Wusstest du, wie wertvoll diese starken Tiere für unsere Natur sind? Wir verdanken ihnen die Gesunderhaltung des Waldes, denn sie vertilgen Unmengen von Insekten. Sie unterstützen die Vermehrung des Artenreichtums durch Verbreitung von Pflanzensamen. Waldameisen sind Ernährungsgrundlage für Nutzinsekten wie zum Beispiel der Schlupfwespe und dienen damit der Erhöhung der Waldhonigernte. Sie helfen bei der Ernährung der Waldvögel und unterstützen die Wildäsung. Waldameisen stehen unter Naturschutz. Ameisenschutz ist biologischer Forstschutz.
Hier wohnen die emsigen Waldameisen.
Schon von Weitem hören wir hell klingendes Holz, verschiedene, klare Töne. Sie lassen unsere Neugier wachsen. Wir erklimmen eine kleine Anhöhe am Wegesrand und erspähen verschiedene Klanghölzer und selbstverständlich probieren wir alles aus. Eine Bank lädt dich zum Verweilen ein, während das Waldkonzert erklingt.
Wald-Xylophon auf dem Erlebnispfad Binger Wald
Das Thema Töne zieht sich durch den nächsten Kilometer auf dem Binger Walderlebnispfad. Ein summender Klangstein, ein Baumtelefon, das über viele Meter den Ton überträgt, ohne dass es eine Funkverbindung gibt. Die Kinder sind in ständiger Interaktion und es ist toll zu sehen wie sie miteinander erfahren und erleben. Der Weg an sich bietet interessante Möglichkeiten für kleine und große Kinder und es wird gewiss nie langweilig.
Hallo, Hallo? Klopft da wer?
Barfusspfad auf dem Erlebnispfad Binger Wald
Nachdem wir nun vieles gesehen, ertastet und gerochen haben, endet für uns der Erlebnispfad Binger Wald mit unserem persönlichen Höhepunkt. Ein Barfußpfad mitten im Wald. Die Schuhe waren schnell ausgezogen. Über verschiedene Steinplatten, eingelassene Steine, Kopfsteinpflaster, Tannenzapfen und Waldweg gehst du zur Balancierstrecke, über eine Wippe und Stämme zum Erleben verschiedener Untergründe wie Rindenmulch, Sand und Kieselsteine. Ein Rundweg im Rundweg, welcher dich zurück zur überlangen Schildkrötenbank führt – geschnitzt aus einem gigantischen Baumstamm.
Alles ist sehr gepflegt.
Erkunde den Barfusspfad.
Wann bist du barfuß durch den Wald gelaufen?
Wir sind nach vier Stunden zurück am Auto, voll mit Eindrücken und neuen Erfahrungen. Die Kinder sind müde und wir kehren nicht mehr ein, auch wenn sich diese Möglichkeit anbietet.
Interessante Wege kreuzten den Unseren und wir kommen schon bald zurück in den Binger Wald, nach Bingen selbst und an den Binger Rheinabschnitt.
Vielleicht überschneiden sich dann auch einmal unsere Wege. 🙂
Erlebnispfad Bingen: Wie kommst du hin?
Erlebnispfad Binger Wald Anfahrt:
Über die A61 kommst du nach Bingen.
Kostenfreie Parkplätze findest du am Forsthaus Heiligkreuz und am Parkplatz Bodmannstein (an der K29 / Weiler bei Bingen). Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nur bedingt möglich. Der Weg zu den Zugängen ist durchweg asphaltiert.
Der Walderlebnispfad ist nicht ausgeschildert und so haben wir uns über das Navi / Straßenkarte navigieren lassen.
Das solltest du mitnehmen:
Zeckenschutz, festes Schuhwerk und etwas Marschverpflegung. Für Tierbeobachtungen lohnt es ein Fernglas einzupacken.
UPDATE von Jana
Um euch immer die besten Infos zu bieten, werden die Artikel immer wieder aktualisiert. Deshalb habe ich einige Infos und Links ergänzt.
Noch mehr Ausflugsziele in Rheinhessen mit Kindern hier im Erlebnismagazin:
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Auf dem Erlebnispfad Binger Wald gibt es für jedes Alter etwas zu erleben. Bäume stehen für dich Kopf, du bewegst dich auf den Straßen der Römer, kommst an der Villa Rustica vorbei, kannst eine große Hängebrücke überqueren, eine meterlange Holzmurmelbahn ausprobieren, erfährst den Wald mit all deinen Sinnen und lernst anschaulich einiges über Bäume und Waldbewohner.
Bereits auf dem Hinweg zum Erlebnispfad Binger Wald mussten wir einen Stopp einlegen, um die herrliche Aussicht auf den Rhein zu genießen. Schon dort stand fest, dass wir Bingen bald wieder besuchen.
Wir sind mit unseren Kindern 6 Jahre, 4 Jahre und 2 Jahre unterwegs. Das Thermometer zeigt fast 30 Grad. Sobald wir in den Wald fahren ist von Hitze nichts mehr zu spüren.
Wir tauchen tief in den Binger Wald ein, bevor wir unseren Startpunkt erreichen. Wir parken am Forsthaus Heiligkreuz, einer der beiden Ausgangspunkte der beliebten Familien-Wanderstrecke. Die Gaststätte dort ist gut besucht und bietet ein schönes Ambiente. Uns kribbeln die Beine, denn es ist schon halb zwölf als wir loswandern.
Der Einstieg zum Erlebnispfad Binger Wald ist mit einer großen Tafel gekennzeichnet, die den 5,5 km langen Rundweg kurz umreißt und die einzelnen Stationen benennt. Im Internet wird der Weg immer wieder mit 4,5 km beschrieben. Wir glauben der Tafel und meinem Schrittzähler.
Eine kurze Wegstrecke geht es steil und eng bergauf und wir stoßen auf den Hauptweg. Dieser ist durchweg für alle Arten von Kinderwagen geeignet und sehr gut befestigt. Du musst also lediglich ein paar Meter überbrücken oder den zweiten Ausgangspunkt (Bodmannstein) wählen. Wir hatten für unsere Zweijährige eine Trage dabei und einen großen Picknickrucksack für uns alle.
Bereits nach kurzer Zeit wecken hübsch gestaltete Bildtafeln unser Interesse. Sie begleiten den gesamten Erlebnispfad im Binger Wald und geben kindgerechte Informationen zu Baumarten, Alter der Bäume, beschreiben Photosynthese und vieles mehr. Auch erfährst du auf den Tafeln einiges über Waldbewohner, deren Gewohnheiten und immer mal wieder gibt es Gedichte und Texte zum Wald.
Das erste Highlight unserer Tour ist eine Murmelbahn. Sie ist aus Holz gebaut und erstreckt sich über mehrere Meter. Am Beginn findest du große Kugeln und Golfbälle in Säckchen sorgsam aufbewahrt. Du darfst sie nutzen und die Kugelbahn bespielen. Der Weg der Kugeln führt durch handgeschnitzte Hindernisse, einen Tunnel mit Glöckchen, Serpentinen und Irrwegen zum Ziel. Dort warten schon andere Kinder, denen wir gleich die Kugeln übergeben. Die Bahn macht mächtig Spaß!
Wir erahnen – es wird nicht langweilig. Der Binger Wald lässt viel Raum zum Entdecken und jetzt, Mitte Juli, blüht und summt es überall am Wegesrand. Die bunten Farben der verschiedenen Wildblumen übertreffen sich mit ihrer Schönheit. Die Bienen sammeln eifrig Pollen, Libellen schweben über einem Tümpel, Vögel zwitschern und dicke Hirschkäfer kreuzen unseren Weg. Auch Salamander und Eidechsen soll es geben. Leider konnten wir keine Amphibien sehen. Wahrscheinlich war unser Blick auch nicht offen genug aufgrund der vielen anderen Eindrücke.
Kaum ein Stück gelaufen kommt das nächste Highlight. Eine lange Hängebrücke führt über den Kreuzbach und das ausgebildete, schluchtartige Kerbtal. Wie alle Stationen auf dem Walderlebnispfad ist auch diese sehr gepflegt, sauber und ohne Reparaturbedarf. Wir sind begeistert von so viel Liebe zum Wald, den Besuchern und den Ideen mitsamt der Ausführung und Pflege.
Die Kinder können kaum die nächsten Abenteuer abwarten. Sie werden nicht enttäuscht, denn hinter der nächsten Kurve steht ein Baum Kopf. Thema der Station ist das Wurzelwerk. Hier kannst du eindrucksvoll sehen, wie ähnlich sich doch Baumkrone und der eigentlich verborgene Teil des Baumes sind. Die Wurzeln sind für das Überleben des Baumes genauso wichtig wie die Blätter. Sie sind mächtig und entscheidend für die Standfestigkeit, jedoch eigentlich unsichtbar. Eine Metapher zu uns Menschen, dem Sprichwort „zurück zu den Wurzeln“, wird auf einem Zettel am Baum beschrieben.
Ein kleiner Umweg führt uns über einen Holzbohlenpfad. Die Bildtafeln hier sind mit literarischen Texten von berühmten Autoren wie Erich Kästner oder Theodor Fontane gefüllt. Alle stellen den Wald in seinen Facetten dar. Für die Kinder ein sehr schöner Exkurs.
Langsam bekommen wir Hunger und wählen einen Platz an der Villa Rustica, ein mittelgroßer römischer Gutshof. Diese Villa Rustica genannten bäuerlichen Einzelhöfe erstreckten sich zahlreich in damaligen römischen Siedlungen. Dörfer waren selten und rund 70 Prozent der römischen Bevölkerung lebte auf solchen Höfen. Der Binger Wald war vor 2.000 Jahren Teil der römischen Provinz Obergermanien.
Die Villa Rustica im Binger Wald wurde ca. 150 nach Christus erbaut und bis etwa 420 nach Christus bewohnt. Es gab ein Haupthaus und mehr als zehn Nebengebäude. Diese sind deutlich dargestellt, beschrieben und du darfst die römischen Spiele selbst ausprobieren, indem du zum Beispiel mit Nüssen / Steinen oder anderen Waldgeschenken auf ein Gefäß zielen kannst.
Ein Haltepunkt ist imposanter als der Nächste und so kommen wir vorbei an einem Insektenhotel, überqueren eine kleine Brücke, machen eine Mini-Rast auf einer Wiese und die Kinder erklettern eine imposante Eiche. Immer wieder gibt es Bänke, Rastplätze und Picknick-Möglichkeiten.
Die breiten und gut ausgebauten Wege dienten schon den Römern als Straße und sie führen dich auch ohne Wanderkarte sicher auf der Route. Die Wegweiser sind sichtbar und regelmäßig angebracht und die Binger Waldmaus zeigt uns alles Wichtige.
Der Kinderhochsitz lässt Wildschweine, Eulen, einen Specht und vieles mehr entdecken. An einer weiteren Tafel kannst du Tierspuren in den Sand stempeln und den darüber liegend dargestellten Tieren zuordnen.
Reges Treiben der Waldameisen kannst du am Wegesrand beobachten. Wusstest du, wie wertvoll diese starken Tiere für unsere Natur sind? Wir verdanken ihnen die Gesunderhaltung des Waldes, denn sie vertilgen Unmengen von Insekten. Sie unterstützen die Vermehrung des Artenreichtums durch Verbreitung von Pflanzensamen. Waldameisen sind Ernährungsgrundlage für Nutzinsekten wie zum Beispiel der Schlupfwespe und dienen damit der Erhöhung der Waldhonigernte. Sie helfen bei der Ernährung der Waldvögel und unterstützen die Wildäsung. Waldameisen stehen unter Naturschutz. Ameisenschutz ist biologischer Forstschutz.
Schon von Weitem hören wir hell klingendes Holz, verschiedene, klare Töne. Sie lassen unsere Neugier wachsen. Wir erklimmen eine kleine Anhöhe am Wegesrand und erspähen verschiedene Klanghölzer und selbstverständlich probieren wir alles aus. Eine Bank lädt dich zum Verweilen ein, während das Waldkonzert erklingt.
Das Thema Töne zieht sich durch den nächsten Kilometer auf dem Binger Walderlebnispfad. Ein summender Klangstein, ein Baumtelefon, das über viele Meter den Ton überträgt, ohne dass es eine Funkverbindung gibt. Die Kinder sind in ständiger Interaktion und es ist toll zu sehen wie sie miteinander erfahren und erleben. Der Weg an sich bietet interessante Möglichkeiten für kleine und große Kinder und es wird gewiss nie langweilig.
Barfusspfad auf dem Erlebnispfad Binger Wald
Nachdem wir nun vieles gesehen, ertastet und gerochen haben, endet für uns der Erlebnispfad Binger Wald mit unserem persönlichen Höhepunkt. Ein Barfußpfad mitten im Wald. Die Schuhe waren schnell ausgezogen. Über verschiedene Steinplatten, eingelassene Steine, Kopfsteinpflaster, Tannenzapfen und Waldweg gehst du zur Balancierstrecke, über eine Wippe und Stämme zum Erleben verschiedener Untergründe wie Rindenmulch, Sand und Kieselsteine. Ein Rundweg im Rundweg, welcher dich zurück zur überlangen Schildkrötenbank führt – geschnitzt aus einem gigantischen Baumstamm.
Wir sind nach vier Stunden zurück am Auto, voll mit Eindrücken und neuen Erfahrungen. Die Kinder sind müde und wir kehren nicht mehr ein, auch wenn sich diese Möglichkeit anbietet.
Interessante Wege kreuzten den Unseren und wir kommen schon bald zurück in den Binger Wald, nach Bingen selbst und an den Binger Rheinabschnitt.
Vielleicht überschneiden sich dann auch einmal unsere Wege. 🙂
Erlebnispfad Bingen: Wie kommst du hin?
Erlebnispfad Binger Wald Anfahrt:
Über die A61 kommst du nach Bingen.
Kostenfreie Parkplätze findest du am Forsthaus Heiligkreuz und am Parkplatz Bodmannstein (an der K29 / Weiler bei Bingen). Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nur bedingt möglich. Der Weg zu den Zugängen ist durchweg asphaltiert.
Der Walderlebnispfad ist nicht ausgeschildert und so haben wir uns über das Navi / Straßenkarte navigieren lassen.
Das solltest du mitnehmen:
Zeckenschutz, festes Schuhwerk und etwas Marschverpflegung. Für Tierbeobachtungen lohnt es ein Fernglas einzupacken.
UPDATE von Jana
Um euch immer die besten Infos zu bieten, werden die Artikel immer wieder aktualisiert. Deshalb habe ich einige Infos und Links ergänzt.
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