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Baumgeister-Tour Bingen mit Burg Rheinstein

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Dieses Ausflugsziel bei Bingen am Rhein ist wunderbar für einen Tagesausflug mit Kindern geeignet: Baumgeister-Tour mit Steckeschlääferklamm, Walderlebnispfad, Burg Rheinstein und spektakuläre Aussichten!

Baumgeister-Tour: Abwechslung, Herausforderungen, Spaß und grandiose Ausblicke

Die abwechslungsreiche Wanderung führt durch die Steckeschlääferklamm, vorbei an mehr als 100 Baumgesichtern, kreuzt den Erlebnispfad Binger Wald mit seinen 50 Attraktionen, hat gar magische Momente und fantastische Aussichten auf den Rhein. Der Weg lädt in die Burg Rheinstein ein und auch eine zweite Burg bleibt dem Auge nicht verborgen. Es mangelt nicht an Abwechslung, nicht an Einkehrmöglichkeiten und nicht an kleinen Herausforderungen. Jede Herausforderung wird belohnt.

Start zur Baumgeister-Tour: Los gehts

Wir starten im Binger Wald, am Forsthaus Jägerhaus. Du kannst dort kostenfrei parken. Sonntags hast du die Möglichkeit dort ab 9 Uhr zu frühstücken, ansonsten öffnet die Gaststätte ab 11 Uhr mit durchgehend warmer Küche und täglichen Angeboten. Dienstags ist Ruhetag.

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Unser Startpunkt: Forsthaus Jägerhaus Binger Wald

Direkt unterhalb vom Lokal findest du einen Hinweis auf die Baumgeistertour. Wir starten mit dem Kinderwagen über eine idyllische Lichtung. Du tauchst sofort in die Geräusche der Natur ein. Vogelgezwitscher und Grillen zirpen so laut, dass du es nicht überhören kannst. Schmetterlinge tanzen vor deiner Nase. Dann tauchst du durch ein kleines Natur-Tor in den Wald hinein, wie in eine andere Welt. Ein Waldbach plätschert, die Kinder queren über Steine und eine Holzbrücke. Erste Baumgesichter kannst du schon hier entdecken.

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Nur wenige Meter hatten wir den Kinderwagen dabei.

Und wir merken sofort: der Kinderwagen ist hier unangebracht! 90 Prozent der Wegstrecke ist nicht Kinderwagen-kompatibel. Wir haben ihn gegen die Rückentrage ausgetauscht. Der zweite Teilabschnitt ist unmöglich mit Kinderwagen zu begehen.

Dieses Tor führt uns in den Wald der Baumgesichter.
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Oscar findet die erste Abkühlung toll.
Wir queren die erste Brücke.
Die ersten Baumgesichter begeistern uns alle.

Baumgeister-Tour: es geht in die Steckeschlääferklamm

Wir gelangen nach wenigen Schritten zur Steckeschlääferklamm. Diese heißt wohl so, weil die Wanderer hier ihre Stöcke schleifen lassen konnten. Auf dem Weg durch die 800 Meter lange Klamm begegnen uns überall neue Baumgesichter. Nicht alle sieht man sofort. Es lohnt den Blick schweifen zu lassen, mal um die Ecke zu sehen. Auch oben oder unten können sich kunstvolle Gesichter offenbaren.

Die Kinder turnen und schauen und sind vor Begeisterung kaum zu halten. Über 100 solcher Baumgeister soll es hier geben. Der Weilerer Franz Kellermeier und die Wanderfreunde haben diese mit viel Liebe zum Detail, guter Gabe die Formen des Waldes zu integrieren und einem immensen Zeitaufwand geschnitzt.   

Wo geht’s lang?

Direkt nachdem wir die Baumgesichter hinter uns gelassen haben, enden die Hinweisschilder der Baumgeister-Tour. Dem Internet konnten wir entnehmen, dass wir ein Stück dem Rheinburgenweg folgen. Aber welchen Weg müssen wir wählen? Nun kommt, was ihr wohl alle kennt… Eine Diskussion, in der jeder alles weiß und nichts dabei rumkommt. Entnervt folgen wir den Schildern „Forsthaus Heiligkreuz“, denn dieses ist eine beliebte Einkehrmöglichkeit auf der Tour und Beginn eines besonders schönen Ausflugszieles – dem Binger Erlebnispfad.

Am Ende des Rundweges wissen wir, viele Wege führen zum Ziel und ihr könnt euch nicht wirklich verlaufen. Ihr lauft durch die Klamm, dann Richtung Forsthaus Heiligkreuz. Unterwegs seht ihr vereinzelt Schilder, die euch den Rhein-Burgen-Weg zeigen. Vorbei am Forsthaus geht es dann am Rhein entlang, den Eselspfad zu den Burgen und zurück zum Forsthaus Jägerhaus. Die Baumgeister-Tour selbst ist spärlich ausgeschildert.

Die nächsten Highlights warten: Villa Rustica, Walderlebnispfad und eine große Hängebrücke

Du wanderst nun über einen schmalen Weg Richtung Villa Rustica. Die Grundmauern des römischen Gutshofs wurden vor 20 Jahren im Binger Wald ausgegraben. Ganz in der Nähe befindet sich eine Grillhütte mit großer Lichtung und Sitzmöglichkeiten. Für uns ein guter Ort für ein Picknick.

Wenn du den Walderlebnispfad bereits begangen hast, wird dir nun ein Teil des Weges wieder begegnen. Wir kreuzen diesen nur kurz, denn ein gutes Stück Weg liegt noch vor uns. Du hast jedoch immer die Möglichkeit hier Stationen zu erkunden und in deinen Weg mit einzubauen. Auch hier gilt: Du kommst zum Ziel – egal, welchem Weg du folgst.

Wir kommen nun an eines der Highlights der Strecke – eine große Hängebrücke. Sie macht einfach riesig Spaß und fordert den Kindern ein wenig Mut ab.

Kurz nachdem du die Waldstraße überquert hast, kannst du kostenfrei den Forstbotanischen Garten ansehen. Hinweisschilder weisen dir den Weg. Wir haben uns diesen gemerkt und ungesehen hinter uns gelassen. Wir möchten den großen Rundweg von knapp 16 km mit den kleinen Kinderfüßen schaffen.

Burg Rheinstein lockt – wir tanken Kraft beim Picknick

Jetzt folgst du den roten Schildern vom RheinBurgenWeg. Wir kommen durch einen Hohlweg, erklimmen kleine Steintreppen, Pfade und Steigungen. Zur späten Mittagszeit sind wir am Forsthaus Heiligkreuz angelangt. Es duftet herrlich nach leckeren Speisen und die Terrasse ist gut besucht. Eine Freundin schwärmt von der hausgemachten Limonade dort. Es fällt uns schwer hier nicht einzukehren.

Es treibt uns weiter Richtung Rhein. Die Kinder fiebern der Burg entgegen. Nur kurz hinter dem Gasthaus finden wir einen ersten Aussichtspunkt mit Rheinblick. Jetzt muss doch Zeit für ein kleines Picknick bleiben. Der Blick ist einfach traumhaft schön und die Liegebank fordert dich auf einen kleinen Moment zu bleiben.

Ab jetzt wird der Weg noch spannender als zuvor. Die Pfade werden enger und breiter, sind schwer begehbar und dann wieder weit und simpel. Am Rand türmen sich Felsen in die Höhe, ein Erdrutsch fasziniert uns, die Vegetation scheint sich ständig zu wandeln. Die Kinder sind hin und hergerissen. Sie wollen die Burg sehen, sind müde und wollen nicht mehr laufen, sie klettern und turnen und laufen begeistert den Weg, freuen sich aber auch auf die Heimfahrt. Wir haben die Hälfte geschafft.

Mit einem kleinen Abstecher von etwa 100 Metern kommst du zum Aussichtspunkt „Damianskopf. Zwei Bänke laden zum Verweilen ein. Du kannst von Bingen Stadt bis Rüdesheim den Rhein entlang schauen. Selbst die Nahemündung ist zu sehen. Eine phänomenale Aussicht, die du mit wenigen Schritten genießen kannst. Es lohnt sich!

Die Burg ruft und wir kommen

Vorbei am Schweizerhaus führt der Soonwaldsteig auf dem Eselspfad entlang Richtung Burg Rheinstein. Die Waldgaststätte aus dem 19. Jahrhundert bietet eine grandiose Aussicht auf den Rhein. In einem Biergarten kannst du dich stärken.

Schnell wirst du verstehen, warum die Burg früher nur von Eseln über diesen Pfad versorgt wurde. Er ist eng und uneben und geht stetig nach unten. Immer wieder begegnen uns keuchende Wanderer und wir sind dankbar bergab zu gehen. Es geht stetig auf die Burg zu und die Vorfreude steigt. Ein gemauerter Aussichtsturm lässt uns den ersten Blick erhaschen und wir sehen das Etappenziel vor uns.

Romantik Schloss Burg Rheinstein, ein eindrucksvolles Kulturdenkmal ist in Familienbesitz. Du kannst die gepflegte Burg besuchen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Eintrittskarten und die Erlöse aus dem schönen Burgladen dienen zur Erhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes.

Das Burgmuseum bietet allerlei Interessantes aus der Zeit der Ritter und Burgherrschaften. Kanonen, ein Katapult, Ritterrüstungen, alte Zimmer liebevoll hergerichtet, ein Klosett und eine tolle Wendeltreppe sind nur ein paar wenige Dinge die uns dort faszinieren. Du kannst die höchsten Punkte und Türme erklimmen und ich muss dir nicht sagen, dass auch hier die Aussicht einfach unglaublich ist.  

Während der Corona-Pandemie ist Mund-Nasenschutz erforderlich.

Bald ist es geschafft – noch 7 Kilometer!

Weiter geht es nun wieder Richtung Jägerhaus. Trotz oder gerade wegen der Pause, sind die Kinder nun langsam müde. 7 km liegen noch vor uns. Wir wandern vorerst weiter auf dem schmalen Eselspfad, dann eine längere Strecke auf breiten Wegen am Bach entlang. Diese laden immer wieder zum Turnen, Abkühlen und Klettern ein und lassen die Kinder jede Erschöpfung vergessen.

Wir verpassen den Abzweig zum zweiten Burgenblick – Burg Reichenstein kannst du nämlich kurz nach Burg Rheinstein erspähen und auch besuchen. Für uns wäre es an diesem Tag zu viel gewesen.

Müde und mächtig stolz liegen vor uns – nach fast 8 Stunden und etwas mehr als 15 km – unsere erste überquerte Holzbrücke und die Baumgesichter. Das naturgeformte Tor bringt uns hinaus auf die Wiese, vorbei am Forsthaus Jägerhaus zurück zum Auto. Eine unglaubliche Leistung für die kurzen Beine der Kids. Wir haben so viel erlebt und gesehen. Die Strecke bietet Abwechslung, Abenteuer, Spannung, Wissenswertes, Erlebnisse und Herausforderung. Sie wird auch dich total begeistern.

Artikel enthält unbeauftragte und unbezahlte Werbung

Wie kommst du hin?

Start und Ziel für die Baumgeister-Tour: Forsthaus Jägerhaus 55413 Weiler, Binger Wald

Parken: direkt am Forsthaus Jägerhaus

Anfahrt mit Pkw:

Über B9:

Über Bingerbrück, L214 Richtung Weiler, Waldalgesheim, Stromberg, in Waldalgesheim letzte Straße rechts auf K29 abbiegen, den weißen Schildern folgen, Sportplatz, Forsthäuser, Kinderheim

Über die A61:

Abfahrt Anschlussstelle Stromberg, rechts abbiegen auf L214 Richtung Bingen/ Waldalgesheim. In Waldalgesheim erste Straße links auf K29 abbiegen, den weißen Schildern folgen, Sportplatz, Forsthäuser, Kinderheim

Anreise mit ÖPNV:

Keine direkte ÖPNV-Anbindung

Was brauchst du?

Festes Schuhwerk und zweckmäßige Kleidung.

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